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Game Show “AI vs. Human Composers” - Eine neue Ausgabe anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Stadtcasinos Basel

Musikensemble

Picture: Ingo Hoehn

Podiumsdiskussion

Picture: Ingo Hoehn

MusikensemblePodiumsdiskussion

KI vs. Mensch: Wer komponiert besser? Eine Veranstaltung voller Überraschungen im Stadtcasino Basel

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Stadtcasinos Basel luden das Forschungsnetzwerk Responsible Digital Society der Universität Basel und das Interfinity Festival Basel am Samstag, den 13. Juni 2026 zu einer Neuauflage der innovativen Gameshow «AI vs. Human» ein. Was als unterhaltsames Experiment begann, entwickelte sich zu einem beeindruckenden Beweis für den rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) – und zu einer spannenden Reflexion über die Zukunft der Musik. Im Mittelpunkt des Abends stand ein besonderer Vergleich: Ein Ensemble führte drei Paare musikalischer Werke auf, jeweils im Stil von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin und Béla Bartók. Doch hier lag die Besonderheit: Ein Stück pro Paar stammte von einem Menschen, das andere von einer KI. Das Publikum war gefordert, zu erraten, welche Komposition von der KI stammte. Die Ergebnisse waren überraschend: Bei Bach war sich das Publikum uneins und lag mit seiner Mehrheitsmeinung knapp daneben. Bei Chopin tippte der Grossteil des Publikums auf das falsche Stück. Nur bei Bartók wurde die KI-Komposition klar erkannt. Ein deutlicher Kontrast zur ersten Auflage der Gameshow im Jahr 2024, als das Publikum alle KI-Stücke noch zweifelsfrei identifizieren konnte. Die Schlussfolgerung: Die KI-Modelle haben sich in nur zwei Jahren so stark verbessert, dass ihre Kompositionen für ein breites Publikum kaum noch von menschlichen Werken zu unterscheiden sind. Nach dem musikalischen Experiment folgte eine interessante Podiumsdiskussion, moderiert von Catherine Thommen (SRF). Die Gäste, Prof. Stephan Schmidt (Direktor der Musikhochschule Basel) und Prof. Matthias Schmidt (Professor für Musikwissenschaft an der Universität Basel), diskutierten die Frage, welchen Wert KI-Kompositionen für die klassische Musik haben. Die Diskussion zeigte: Während es kritische Stimmen gibt, die den künstlerischen Wert von KI-generierter Musik hinterfragen, wurden auch vielversprechende Anwendungsbereiche identifiziert – etwa in der Ausbildung oder als Inspirationsquelle für Komponist:innen. Gleichzeitig warnten die Experten vor den Gefahren einer unreflektierten Nutzung von KI im kreativen Prozess, etwa beim Verlust von Originalität. Die Veranstaltung «AI vs. Human» war mehr als nur eine unterhaltsame Gameshow – sie war ein Spiegel der rasanten technologischen Entwicklung und eine Einladung, die Grenzen zwischen menschlicher Kreativität und künstlicher Intelligenz neu zu denken. Und wer weiss: Vielleicht wird in zwei Jahren selbst für Expert:innen die Unterscheidung zwischen KI und Mensch zur Herausforderung.

Mit Mistral Le Chat überarbeiteter Text

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